Vor den Dunes de Tinfou, Marokko (03.09.2006)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?

Dienstag, 31. August 2010aus: Horn von Afrika, Jemen & Naher Osten 2010
Routenteil: Berbera, [Somalia (Somaliland) / Jemen], al-Mokha, Ta'izz

Die Überfahrt

Wie schon der Typ vor dem Büro des Reeders angekündigt hatte, bekommen wir keinen Raum für uns. Die Rucksäcke hat man uns zwar in einem Raum ablegen lassen, in dem sich ein Tisch mit drei mehr schlecht als recht gepolsterten Sitzbänken befindet, doch der ist zunächst sozusagen exklusiv belegt. Wir sind nämlich nicht die einzigen Passagiere auf der Seastar, sondern teilen uns die Passagierliste mit der 20-jährigen Amal und ihren zwei Kindern. Amal, ein Elternteil aus Somaliland, der andere aus Jemen, ist die Nichte von Mr. Hassan, der uns schon angekündigt hatte, dass noch jemand anderes auf dem Schiff mitfahren würde. Der vierte Passagier ist Rhazil aus Sana’a, der schon öfter in Äthiopien war und nun aber zum ersten Mal mit dem Schiff die Überfahrt wagt. Er habe uns bereits vor einigen Tagen in Hargheisa auf der Straße gesehen, meint er.

Ziegen auf dem obersten Deck der Seastar.
Ziegen auf dem obersten Deck der Seastar.

Der gerade erwähnte Raum ist also von Amal und ihren beiden Söhnen belegt, lediglich unsere Rucksäcke sind dort mit drin. In einem weiteren Raum, der sich im Durchgang zur Küche befindet und somit wohl ursprünglich so etwas wie die Esskajüte darstellte, wurde Rhazil untergebracht. Naja, viel mehr als »stay here« wird man ihm auch nicht gesagt haben. Er kann gar nicht glauben, dass man uns nicht auch einen eigenen Raum zugewiesen hat, und so dämmert es ihm recht schnell, dass wir wohl oder übel zu dritt darin ausharren werden müssen. Doch soweit kommt es dann doch nicht mehr.

Robert schläft noch vor dem Ablegen in der Ecke ein, wo ich bis gerade eben noch saß und ihm Platz gemacht habe, Rhazil macht es sich in der anderen so langsam gemütlich. Meine Gedanken sind ebenfalls beim Schlafen, doch wenige Minuten bevor die Taue gelöst werden, erklingen schon wieder die Muezzins über Berbera und so stellt der Koch einen Teller mit undefinierbarer Kost auf den Tisch. Die vielen Datteln vom Abendessen habe ich gerade erst verdaut und so stellt sich mir die Frage, ob ich den Fraß jetzt wirklich reinpressen soll. Nicht, dass ich es in einer halben Stunde wieder über die Reeling hinausbefördern muss. Angesichts dessen, dass es tagsüber nichts geben wird, entscheide ich mich für essen – und bereue es nicht. Flüssiger Milchreis, gemischt mit irgendwelchen anderen Klumpen, würde ich mal sagen.

Ziegen wie die Sardienen.
Ziegen wie die Sardienen.
Es geht eng zu.
Es geht eng zu.

Nicht wegen dem Essen, sondern aus – nennen wir es mal – Komfortgründen schlafe ich in der ersten Nacht nur sehr schlecht und wenig. Da die Räume alle von Robby, Rhazil, Amal und den Kindern belegt sind, tue ich es dem Rest vom Schiff gleich, schnappe mir eine Matte aus Synthetikbast und lege mich draußen am Gang auf Backbordseite ab. Wer vorbei will, muss akrobatisch über mich hinwegsteigen wie über alle anderen auch. Damit der Wind mir nicht dauernd irgendwelchen Dreck ins Gesicht weht, ziehe ich die obere Seite der Matte ganz darüber, wodurch ich aber meinen eigenen Arm nicht mehr als notdürftiges Kopfkissen benutzen kann und auch deswegen nach einiger Zeit in allen Positionen recht ungemütlich liege. Dazu kommt, dass ich mir den Platz zwar in Anbetracht der Morgensonne gut ausgewählt habe, die unruhige See jedoch nicht bedacht habe. Mehrmals schwappt nach einer großen Welle eine ganze Ladung Wasser über die Reeling und durch die Taulöcher, sodass ich aus dem Schlaf heraus innerhalb von einer halben Sekunde kerzengrade dastehe und erst einmal damit beschäftigt bin, die Situation zu erfassen. Meine Hose ist am nächsten Morgen dann auch voll von Salzresten.

Fast fünf Stunden sind wir schon unterwegs und 78 Kilometer von Berbera entfernt, als ich wieder aufstehe. Währenddessen werden wir mehrfach von einem mutmaßlich französischen Helikopter umkreist, der laut Auskunft der Besatzung per Funk zur Identifikation und näheren Angaben zu Ladung, Zielhafen und so weiter aufruft. Wer am Funk nicht reagiert, ist Pirat, oder wie? Wenige Minuten später scheint er zufrieden zu sein und dreht ab. Auf der gesamten Überfahrt ist dies bereits alles, was wir von der Mission Atalanta, den Piraten und der Situation im Golf von Aden mitbekommen. Ein bisschen schade ist das schon.

Amal.
Amal.
Hamza, der ältere Sohn Amals.
Hamza, der ältere Sohn Amals.

Der zunächst noch raue Seegang der Nacht ebbt zum Mittag hin immer mehr ab und lässt das Meer schließlich beinahe wie eine ebene Fläche erscheinen. Umso unerträglicher wird dafür von Stunde zu Stunde der Gestank, den die allesamt vorne untergebrachten Tiere verbreiten. War ich nachts noch froh, dass sich deren Ausdünstungen so sehr in Grenzen hielten, so machen sich jetzt der angesammelte Kot und die schwitzenden Viecher sogar im hinteren Teil des Schiffes immer deutlicher bemerkbar. So sehr, dass mir zum Ende der Überfahrt hin an manchen Stellen, wo sich der Geruch konzentriert, regelrecht übel wird.

Auch sonst ist die 1967 gebaute Seastar, 57 Meter lang, 9 Meter breit, nicht gerade ein Zuckerschlecken für eine schöne Piratenkreuzfahrt. Auf dem oberen Deck stehen drei große Generatoren, die Strom für die Belüftung der Tiere unter Deck produzieren. Es reicht, dass ein einziger angeschaltet ist, um einen permanenten Lärmpegel in fast allen Aufenthaltsbereichen des Schiffes aufrecht zu erhalten – so laut, dass man schon latent schreien muss, um sich überhaupt zu unterhalten. Klar, man gewöhnt sich daran, aber ohne wäre es wirklich viel angenehmer.

Daniel und ein Typ auf der Brücke.
Daniel und ein Typ auf der Brücke.

Ein paar simple Plastikstühle würden ebenfalls Wunder bewirken. Außer den zwei besagten Räumen gibt es keine richtigen Sitzgelegenheiten, sodass wir uns draußen entweder auf die Puller für die Taue setzen – um dann zum Beispiel mit Teller und Glas auf der Reeling Abend zu essen – oder irgendwie mit Matte auf dem Boden sitzen. Plastikstühle wären vor allem deshalb angebracht, weil die Räume zunehmend ungemütlicher werden. Mittags kann ich Gott sei Dank bei Amal auf der Bank noch ein paar Stunden Schlaf nachholen, doch ab dem Nachmittag sind beide Räume wegen Maschinenraum, Küche und Sonne so unerträglich heiß und mit gefühlt fettiger Luft durchsetzt, dass jedwede Art von Unterkunft draußen besser ist, als drinnen gebraten zu werden.

Mit Amal verstehe ich mich indes ziemlich gut. Dachte ich beim Ablegen noch, dass ich mit ihr höchstens zehn Wörter sprechen würde, lädt sie mich schon kurz nach dem Aufstehen am ersten Tag ein, bei ihr ein paar Kekse zu schmausen. Sie macht natürlich Ramadan, aber die Kinder eben nicht. Wegen des Niqabs, dessen Gesichtspartie sie während der Überfahrt aber nicht anlegt, hatte ich sie zunächst eher konservativ eingeschätzt, doch zu meinem Erstaunen erzählt sie mir, dass im Jemen alle Frauen so etwas tragen würden. Ja, sie würde gerne mal etwas anderes tragen als Schwarz, sie möge Schwarz eigentlich gar nicht, aber das gehe halt nicht.

Steuermann auf der Brücke der Seastar.
Steuermann auf der Brücke der Seastar.
Navigationsschreibtisch mit Karte und Instrumenten.
Navigationsschreibtisch mit Karte und Instrumenten.

Der ältere ihrer Söhne, Hamza, ist sieben Jahre alt, der jüngere, Kessem, drei. Was das für das Heiratsalter und den Zeitpunkt des Mutterwerdens der 20-Jährigen bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen. Es braucht teils zehn Minuten für eine einzige Frage oder Antwort, um gegenseitig in brockenhaftem Englisch und Arabisch zu vermitteln, was wir meinen. Doch Zeit haben wir ja genug. So erzählt sie, dass sie mit 13 natürlich nicht entscheiden konnte, wen sie heiratet, und sich genauso wenig zur Wehr hätte setzen können. Nein, nicht alle Jemenitinnen würden in dem Alter verheiratet werden, aber wenn ein Mädel siebzehn oder achtzehn und noch nicht unter der Haube sei, dann werde es höchste Eisenbahn. Sie persönlich finde ihr jetziges Alter für Frauen ganz anständig zum Heiraten. Für Männer hingegen 25, sagt sie und fügt scherzhaft hinzu, ich solle mich deswegen ranhalten, falls ich noch eine Jemenitin abbekommen wollte.

Kurz vor Sonnenuntergang.
Kurz vor Sonnenuntergang.

Für die zweite Nacht bringt sie mir aus ihrem Raum fürsorglich eine Matte mit etwas Schaumstoff heraus, damit ich es ein wenig gemütlicher habe. Aus der vorherigen Nacht ziehe ich außerdem die Lehre, mir einen Platz an Steuerbord zu besorgen, auch wenn dort der Generatorenkrach um einiges stärker ist. Lieber laut als nass. Nicht zuletzt wappne ich mich mit meinem Egyptair-Kissen und verbringe mit dieser Minimalausrüstung, die mir in diesem Moment aber wie purer Luxus erscheint, tatsächlich eine lange, schlafreiche und erholsame Nacht.

In der zweiten Nacht schlafe ich auf dieser Seite.
In der zweiten Nacht schlafe ich auf dieser Seite.

Zwischendurch stehe ich um sechs Uhr morgens für ein Stündchen auf, um unter anderem das Ramadanfrühstück in Form des üblichen Milchreises mit undefinierten Klumpen zu mir zu nehmen, vor allem aber, um die Einfahrt in das Bab al-Mandeb mitzuerleben. An dieser Engstelle zwischen dem äußersten Punkt des Jemen und Dschibuti auf der anderen Seite trifft der gesamte Schiffsverkehr durchs Rote Meer aufeinander. Laut den Schifffahrtskarten ist der Verkehr extra in zwei Fahrspuren geregelt, denn alles was vom Mittelmeer nach Ostafrika, Indien, Asien oder umgekehrt will, kommt hier durch. Weil es verkehrsmäßig stressfreier und auch etwas kürzer ist, fahren wir selbst zwar rechts von der Insel Perim im Morgengrauen vorbei, doch auf der linken Seite sind zuvor über eine Stunde lang etliche, meist riesige Schiffe in der Entfernung zu sehen, die im Gänsemarsch einer der weltweit am meisten befahrenen Routen folgen. Alles, was zu Hause Made in China, India, Indonesia, Thailand oder sonstwo ist, kam wohl irgendwann mal hier durch.

Morgens fünf Uhr, man schläft.
Morgens fünf Uhr, man schläft.

Das Radarbild auf der Brücke sieht ebenfalls lustig aus. Vor zwölf Stunden noch waren im Umkreis von 36 Meilen lediglich zwei Schiffe auszumachen, nun werden bereits im Umkreis von zwölf oder vierundzwanzig Meilen so viele ovale Gebilde angezeigt, dass ich sie einzeln unter Zuhilfenahme des Fingers zählen muss. Die Brücke des Schiffes vermittelt ansonsten den Eindruck wie der Rest auch: Viel Star ist nicht mehr auf der Seastar – der Stern ist am Sinken. Bisher glücklicherweise nur bildlich. Die größtenteils noch originalen Apparaturen von vor vierzig Jahren, viele davon hergestellt in Dänemark, haben schon weiß Gott bessere Zeiten gesehen. Manches, wie zum Beispiel der per Nadel aufzeichnende Sonograph, das alte Radar oder der Kompass mit Periskopsichtrohr, sind schon lange außer Betrieb. Anders sieht es mit der Funkausrüstung aus, deren Kanalwahldrehrad einen Durchmesser von gut zwanzig Zentimetern misst und einen Telefonhörer an der Seite stecken hat, der aus einem Schwarzweißfilm stammen könnte. Wirklich neu, und damit meine ich jünger als fünfzehn Jahre, ist lediglich das eher klein anmutende GPS-Gerät am Kartentisch, wo ich während der Überfahrt alle paar Stunden klassisch mit Lineal und Zirkel unsere Position auf den Karten feststelle. Die Brücke von anno dunnemals sowie ihre seitlichen Außenbereiche sind übrigens der einzige Ort an dem Schiff, wo man sich mal vorübergehend halb gemütlich hinsetzen kann.

Am zweiten Tag wird eine Ziege geschlachtet. Nun stinkt es noch bestialischer.
Am zweiten Tag wird eine Ziege geschlachtet. Nun stinkt es noch bestialischer.
So pennen fast alle – also auch Daniel – auf der Seastar.
So pennen fast alle – also auch Daniel – auf der Seastar.

Am zweiten Morgen treffe ich Robert wieder, den ich nachts weder in dem glühheißen Raum noch irgendwo draußen am Boden entdecken konnte. Einer der Matrosen hatte ihm gestern Abend, als ich schon schlief, offenbar sein Bett in einer Kajüte angeboten, wo es sich recht gut schlafen ließ.

Während wir die letzten vier bis fünf Stunden die jemenitische Küste entlang fahren, die stets auf der rechten Seite in Sichtweite liegt, wird vorne eine Ziege geschlachtet. Leider ruft man uns erst, als das Viech bereits geschächtet und die Haut abgetrennt wurde, doch den Rest können wir noch mit beobachten. Der Kopf wird abgetrennt, diverse Organe rausgeschnitten. Alles fällt in die rote Brühe unter dem am Fuß aufgehängten Körper und wird zum Ende der Prozedur über Bord geworfen. Die Haie wird es freuen, Tierliebhaber und Überzeugungsvegetarier vielleicht weniger. Ich kann jedenfalls durchaus verstehen, wenn jemand nach dieser Szene zu einem solchen wird.

Jemen voraus: Einfahrt in Mokha.
Jemen voraus: Einfahrt in Mokha.

Etwa mittags legen wir in Mokha an und ein halbes Dutzend jemenitischer Zöllner in Sandalen und traditionellen Röcken besteigen zusammen mit einem Soldaten das Schiff. Die Reisepässe erhalten sie vom Kapitän, der diese am ersten Tag bei uns eingesammelt hatte, unsere Rucksäcke werden hingegen an Ort und Stelle kontrolliert, bevor wir das Schiff zusammen mit Rhazil verlassen dürfen. Für Amal und die Kinder beginnen hingegen bange – und gegebenenfalls teure – Stunden, denn zu meinem Erstaunen hat sie nur einen somalischen Pass und keine Aufenthaltsgenehmigung für oder gar einen Pass vom Jemen. Das letzte Mal musste sie das durchmachen, als sie vor fünf Jahren ebenfalls die Mutter in Somaliland besucht hat. Bei jeder Einreise in den Jemen heißt es disktutieren, schmieren und bangen, dass sie nicht zurückgeschickt wird. Ihr Ehemann wartet indes auf der Mole und die Kinder freuen sich sichtlich, ihn zu erblicken.

Wären wir nicht wenige Minuten von der Mole entfernt könnte man meinen, es handele sich um Banditen.
Wären wir nicht wenige Minuten von der Mole entfernt könnte man meinen, es handele sich um Banditen.
Die Seastar fährt unter der Flagge Somalias.
Die Seastar fährt unter der Flagge Somalias.

Unter diesen Gegebenheiten schaffen wir es leider nicht einmal mehr, uns von ihr zu verabschieden. Das ist durchaus schade, weil sie uns zu sich nach Ta’izz eingeladen hat und eigentlich sogar wollte, dass wir zusammen mit ihr dort hinfahren. Dass es bei ihr länger dauern würde, wussten wir zwar schon im Vorhinein, aber dass gleich auf dem Schiff das große Diskutieren losgehen würde, hatten wir nicht gedacht. Blöd gelaufen.

Der Grenzer im zweiten Büro, wo man uns auch die Einreisestempel verpasst, spricht ein bisschen Deutsch. Naja, »sprechen« ist wohl etwas euphemistisch ausgedrückt, vielmehr erinnert er sich an eine Vielzahl von Wörtern, deren Bedeutung er jedoch vergessen zu haben scheint oder vielleicht noch nie wusste. Wie viele andere Jemeniten war er vor einigen Jahrzehnten, als der Südjemen kommunistisch war, für ärztliche Behandlung oder anderweitige Geschäfte in der DDR. Da er uns zu mögen scheint und das Einreiseamt sowieso extra für unser Schiff aufgesperrt wurde und nun wohl wieder schließt, fährt er Rhazil, Robert und mich mit seinem Auto zum mehrere Kilometer entfernten Taxistand in der Stadt.

Hatten wir ursprünglich noch gedacht, dass wir vielleicht etwas in Mokha besichtigen wollten, so wird uns allein auf dieser kurzen Fahrt schnell klar: Hier gibt es nichts zu sehen! Überhaupt gibt es hier gar nichts. Ein paar hässliche Bauten neben der Hauptstraße, ein dreckiger Strandabschnitt, fast nur geschlossene Geschäfte, einen Haufen Ruinen und brütende Hitze sind alles, was diese Stadt zu bieten hat. In der Entfernung sehen wir zwar noch eine recht hübsche Moschee mit einem Minarett im für uns neuen jemenitischen Stil, das war es dann aber auch wirklich. Die Zeit, bis sich nebst uns dreien sechs weitere Passagiere für das Sammeltaxi gefunden haben, verbringen wir indes mit dem Versuch, an jemenitisches Geld zu gelangen. Man schickt uns zur ominösen Cac-Bank, die so Kacke gar nicht ist; zwar müssen wir uns fast einen Kilometer lang braten lassen, bis wir sie erreichen, aber ihr Automat spuckt anstandslos 30.000 Rial aus.

Mit dem Taxi fahren wir nach Ta’izz, der Provinzhauptstadt mit recht guter Verkehrsanbindung, sodass wir von dort in den nächsten Tagen nach Norden oder Süden weiterkommen können. Die Landschaft mit ihren zerklüfteten Bergen verspricht bereits nach wenigen Kilometern zwei fantastische Wochen, die nette Besatzung des Taxis hilft uns hingegen bei einem Checkpoint, dessen Soldaten meckern, dass wir keine Reisegenehmigung haben, und uns erst nach telefonischer Rücksprache mit dem Deutsch sprechenden Grenzer weiter lassen. Die ebenfalls meckernden Insassen sind in solchen Situationen stets eine Hilfe, denn sie wollen ja auch irgendwie weiterkommen. Und die Soldaten haben wenig Lust auf genaue Kontrollen im Ramadan, sagt man uns.

In Ta’izz angekommen fahren wir mit einem Taxi zum Hotel Mokhtar, das aber das falsche Mokhtar ist, landen deshalb kurz darauf im Hotel Asia, wo wir für 3.500 Rial ein recht nettes Zimmer mit stinkendem Bad beziehen. Könnte billiger sein, aber wer will jetzt noch etwas anderes suchen?

Aktuelles

Sonntag, 6. Mai 2012
Dienstag, 8. Mai, 13:30 Uhr
Riad, (Edge of the World), Raghbah, (Edge of the World), Riad

Saudischer Funk:
+966 569275638

Fotos aus Äthiopien und Somaliland von der letzten Reise sind nun online. Jemen und der Nahe Osten folgen noch.

Berichte von Sana'a und Amman werden später noch nachgeliefert.