Calle, Arne und Robert zwischen Sangasar und Soran, Irak (23.06.2008)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?
23. August 200925. August 2009

Montag, 24. August 2009aus: Ostafrika & Ägypten 2009
Routenteil: Homa Bay, Ruma Nationalpark, Homa Bay

Vor ein paar Tagen war Calle dran, heute bin ich mit Schweinegrippe am Start! Also eigentlich ist es eine Erkältung, aber für uns ist immer alles Schweinegrippe und Malaria. Beim Fahren im Matatu und auch während des späteren Essens im Garten des Tourist Hotels habe ich mich gestern wohl verkühlt. Und das anderthalbstündige Hocken auf dem Bootsrand vorletzte Nacht war wahrscheinlich auch nicht gerade allzu förderlich für die Gesundheit.

Aber heute steht zum ersten Mal ein Nationalpark auf dem Programm, wir sind allein deswegen in diesem Ort und das wollen wir nun auch durchziehen. Calle verhandelt mit dem Fahrer, den uns die Leiterin des Gästehauses besorgt hat, einen anständigen Preis: 1.500 für ihn und seinen Schrottpickup, 1.600 für 20 Liter Sprit, den seine Karre angeblich verbraucht, und natürlich die Parkgebühren für ihn und die Karre. Macht zusammen 3.600 Schilling, zu denen wir noch unsere eigenen Gebühren dazu rechnen müssen.

Am Eingang des Ruma Nationalparks wartet nur ein einsamer Typ in Militäruniform. Viele Leute kommen hier nicht vorbei. Die Fahrzeuglisten der letzten Tage zeigen unmissverständlich, dass zumindest durch diesen Eingang nur ein bis zwei Gruppen täglich in den Park gefahren sind. Da fällt mir ein, wie Alena und Amanda die großen und beliebten Parks beschrieben haben: Zwei gähnende Löwen, die einfach nur faulenzen, und drum herum 30 Kleinbusse mit Touris drin, die das »Spektakel« bestaunen. Naja, das brauchen wir eigentlich nicht. Im Lonely Planet steht, dass der Ruma Nationalpark einer der am seltensten besuchten ist. Kein Wunder, ist er doch auch fernab der meisten Tourirouten. Zudem ist das einer der wenigen Parks, die wir uns ohne Resident Card leisten können. Für mich kostet der Eintritt nur 10 Dollar, weil ich meine Studentenkarte vorlegen kann, Carl muss mit 20 Dollar jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen, da er keine ISIC besitzt.

Im Park hocken wir uns auf das Dach des Pickups, indem wir zwei Klappstühle flach hinlegen und somit auf dem Gitter des Ladeflächenaufbaus bequem sitzen können. Unser Fahrer steuert derweil langsam den Weg entlang und hält an, wenn wir aufs Dach klopfen. Überhaupt haben wir mit unserem Fahrer ziemlich Glück gehabt. Er nervt nicht, macht seinen Job, lernt schnell dazu – ach, wenn nur alle Kenianer so wären!

In den sieben Stunden, die wir durch den Park fahren, treffen wir genau ein anderes Auto. Ansonsten gehört die Aufmerksamkeit den Affen, Giraffen, Antilopen und sonstigen komischen Viechern, die wir nicht so recht identifizieren können. Am besten gefallen uns jedoch die Giraffen, die so gechillt durch die Gegend laufen und vor allem, wenn sie uns anschauen, so drollig aussehen. Viel näher als 20 Meter kommen wir jedoch nicht an sie heran, da sie sich dann im gemütlichen Gang von dannen machen.

Abends bin ich fertig und so richtig im Arsch. Während ich also Taschentücher en masse verbrauche und mich in T-Shirt, Trainingsanzug und Decke eingelullt habe, klopft es auf einmal ganz laut an das Tor des Innenhofes. Kein anderer ist da, also muss Calle Hausmeister spielen, vorgehen, aufsperren und aufmachen. Die zwei Frauen erklären ihm, dass sie gerade eine Volkszählung durchführen. Nein, dass wir Touristen und nur ein paar Wochen im Land seien, spiele keine Rolle. Alles und jeder wird aufgeschrieben! So werden also »Carl Hecker« und »Daniel Schmidtloebe« um 21 Uhr abends in den kenianischen Census 2009 mit aufgenommen. Bekommen wir jetzt vielleicht auch eine Resident Card?

23. August 200925. August 2009

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Samstag, 20. März 2010
Donnerstag, 22. April, 18:00 Uhr
İzmir, [Türkei / Deutschland], München, Planegg

Berichte von Syrien & Libanon 2010 werden noch peu à peu nachgereicht.

Fotos der letzten Reisen werden irgendwann (vielleicht) noch folgen.