Zwischen Ksar Ouled Debbab und Douiret, Tunesien (31.03.2007)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?

Freitag, 25. Juli 2008

Deckblatt des Carnets
Deckblatt des Carnets

Das Abstempeln des Carnets de Passages en Douane geht heute erfreulicherweise weit schneller als erwartet. Abgesehen von der lästigen Entfernung zu Garching, wo Hin- und Rückweg mit knapp 80 Kilometern zu Buche (und auf den Tank) schlagen. Da lebt man in der drittgrößten Stadt Deutschlands, einer Millionenmetropole, und dann muss man irgendwo raus in die Pampa nach Nebelcity – wo es noch dazu ziemlich nach Uni stinkt! – fahren, um ein deutsches Zollamt zu aufzusuchen, bei dem eine Verbleibsbescheinigung für ein KFZ ausgestellt werden kann. So heißt der letzte Wisch des Carnets nämlich im Bürokratendeutsch.

Vor Ort aber dann bester Service: Keine Warteschlangen, angenehme Arbeitsatmosphäre, freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter. Und, um das nicht zu vergessen, Öffnungszeiten, wie man sie sich für andere deutsche, vor allem kommunale Behörden nur erträumen kann. Der Mitarbeiter, dem ich mein Anliegen schildere, weiß sofort Bescheid und geht mit mir raus auf die Straße. Dachte ich gerade noch, wir müssten jetzt umständlich die Motornummer ablesen und was weiß ich was für Einträge im Carnet auf Richtigkeit überprüfen, kniet sich der Zöllner nur kurz an der Stelle hin, wo ich ihm die Fahrzeug-Ident-Nummer am Unterboden zeige. Nach dieser Sichtprüfung geht es nochmal kurz rauf in den ersten Stock, wo der Wisch um Stempel, Unterschrift und Dienstsiegel bereichert wird. Nach kurzem Plausch über die zurückgelegte Reise ist ist die Sache damit auch schon gegessen, mir wird ein schöner Tag gewünscht und ich ziehe wieder ab. Und das Ganze sogar für lau!

Verbleibsbescheinigung
Verbleibsbescheinigung

Auf der Rückfahrt will ich eigentlich gleich bei der ADAC-Zentrale vorbei, um die Kohle der Kaution einzustreichen, doch der Karren macht mir einen Strich durch die Rechnung. Auf der Leopoldstraße muss ich wegen einer Unachtsamkeit so stark bremsen, dass irgendwo im sowieso schon maroden Bremssystem ein Leck entsteht. Jedenfalls lässt die Bremswirkung nun merklich nach und das Pedal senkt sich nach Sekunden einfach ganz bis auf den Boden, wenn man länger draufdrückt. Der Karren muss ja aber irgendwie wieder zurück und so kaufe ich nach zehnminütigem Telefonat mit Robert einen Liter Bremsflüssigkeit und fülle die verlorene Menge nach.

Unbeschadet erreichen der Karren und ich das Würmtal. Ich wusste gar nicht, dass man von der Münchner Innenstadt bis nach Planegg mit nur zweimaligem Betätigen der Bremse fahren kann! Krankhaft viel Sicherheitsabstand – soviel, wie ich mindestens seit meiner Fahrschulzeit nicht mehr gehalten habe – sowie Benutzung der Motorbremse in LKW-Manier machens möglich.

Aktuelles

Montag, 27. September 2010
Tunis, [Tunesien / Italien], Fiumicino, Oriolo Romano

Fotos aus Äthiopien und Somaliland von der letzten Reise sind nun online. Jemen und der Nahe Osten folgen noch.

Berichte von Sana'a und Amman werden später noch nachgeliefert.