Windräder zwischen El Cuartón und Cortijo de la Picota, Spanien (19.08.2006)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?
27. Juni 20087. Juli 2008

Donnerstag, 3. Juli 2008aus: Iran, Irak & Türkei 2008
Routenteil: Alanya

Nachdem unser Badeurlaub schon im Irak gestartet war, hat es ihm der Cluburlaub nun gleich getan. Wir sind gestern in Alanya angekommen und müssen uns erst mal von einem der größten Schocks dieser Reise erholen: Der schier unglaublich großen Masse an Touris! Pauschaltouris wohlgemerkt. Noch dazu mit einem durchschnittlich nicht allzu hohen Niveau, wenn ich das mal so ausdrücken darf.

Wir parken direkt auf der Clubmeile am Hafen. Abgesehen von den zweimal am Tag nervtötenden Parktypen, die von uns allein für das Dastehen halbe Vermögen an Lira sehen wollen, die wir ihnen aber nicht zu geben gewillt sind, ist das hier ein super Platz. Mit den Bootstypen von gegenüber können wir uns bestens anfreunden, an der Promenade laufen viele interessante Leute vorbei, der Sandstrand beginnt fünf Gehminuten entfernt von hier und die Clubs stehen quasi vor der Haustür.

Mit denen ist das aber so eine Geschichte: Auch wenn allein in unserer Straße fünf oder sechs so Läden stehen und in der dahinter liegenden Parallelstraße auch nochmal ein paar, macht es bis auf die eine oder andere Ausnahme im Grunde überhaupt keinen Unterschied, in welchen man reingeht: Überall wird die gleiche Musik gespielt und nirgendwo wird Eintritt verlangt. Der »Robin Hood« setzt sich von den anderen noch etwas ab, indem er in einem sehr offen gebauten, dreistöckigen Gebäude mit Terrasse untergebracht ist, was ihn offenbar sehr attraktiv zu machen scheint. Jedenfalls sind hier die meisten Leute anzutreffen.

Und was für Leute! Das Erste, was mir in Alanya durch den Kopf geht: Blondalarm! Natürlich haben wir jetzt monatelang nur mit Schwarzhaarigen zu tun gehabt. Im Iran haben wir in sieben Wochen zwei naturblonde Frauen getroffen, im Irak waren die wenigen, die nicht gerade zu Hause hockten oder Simone hießen, auch alle pechschwarz. Bei den Männern genauso. Daran liegt es aber trotzdem nicht, dass ich für die blonde Masse fast eine Sonnenbrille brauche, es ist vielmehr die Herkunft der Touris, die dafür verantwortlich ist: Dänemark, Norwegen, Schweden, Lettland, um mal nur so das Ergebnis der ersten Gespräche von gestern Abend zu nennen. Deutsche gibt es natürlich auch, doch anscheinend bei weitem nicht mehr so viele wie noch vor einigen Jahren. Stattdessen sollen die Russen stark im Kommen sein.

Während ich gestern alle Läden an der Hauptstraße durchgemacht habe, um letztendlich doch wieder mehr schlecht als recht im Robin Hood zu landen, wo ich nach Beschallungsende wenigstens noch ne Stunde Französisch zum Besten geben konnte, sind die anderen drei mit dem Shuttlebus ins »Auditorium« gefahren, wo sich Robby und Calle auch noch haben rauswerfen lassen, weil es zwei Türken nicht gepasst haben soll, dass sie dieselben Ischen angelabert haben. So läuft’s im türkischen Club: Türke sagt dem Türsteher, dass der Gringo entfernt werden soll. Um das Missfallen auszudrücken, hat Robert den Türsteher in der anschließenden, scheinbar ewig dauernden Diskussion auch noch auf Kurdisch angelabert. Im Bett waren wir alle schließlich erst kurz nach halb sechs.

Hätte ich gestern die Augen etwas mehr geöffnet, wäre der Abend wohl aber auch noch mehr zu meiner Zufriedenheit verlaufen. Heute habe ich nämlich den besten Schuppen am Platz ausgemacht: Die »The Doors Rock Bar« ist der reinste Norwegerschuppen. Blondenbrille ist hier ein Muss, denn ich kann mich nicht erinnern, je so viele blonde Jungs und Mädels auf so wenig Raum gesehen zu haben. Die einzigen schwarzhaarigen Personen sind heute Abend wohl nur die Bedienungen. Wie der Name schon verrät, wird hier wohl aber nicht das gespielt, was dem Ottonormaljugendlichen taugen dürfte. Zumindest dem deutschen nicht. Die vielen Norweger, die wenigen nichtnorwegischen Skandinavier und die kaum vorhandenen Nichtskandinavier gehen zu Boten Anna, Cotton Eye Joe und Mammamia gefolgt von Bon Jovi, Green Day und Joan Jett, hingegen voll ab.

Falls wir nicht schon weiterziehen, heißt es für mich morgen jedenfalls wieder: Boten Anna.

27. Juni 20087. Juli 2008

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Dienstag, 17. November 2009
Dienstag, 9. März, 08:00 Uhr
Belgrad, [Serbien / Bulgarien], Sofia, [Bulgarien / Türkei], İstanbul

Im März 2010 geht’s wieder los.

Berichte von Ostafrika 2009 wurden noch peu à peu nachgereicht.

Fotos der letzten Reisen werden irgendwann (vielleicht) noch folgen.