Verkehr in Tehran, Iran (08.05.2008)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?

Donnerstag, 8. Mai 2008aus: Iran, Irak & Türkei 2008
Routenteil: Tehran

Nach dem Aufstehen machen wir uns erst mal auf die Suche nach einem Essensladen. Inzwischen wissen wir ja, dass das im Iran nicht gerade die allzu leichteste Aufgabe ist, und so kurven wir wohl weit mehr als eine halbe Stunde kreuz und quer durch den Nordwesten Tehrans, bis wir schließlich an einer Sandwichbude unseren Hunger stillen.

Mit Manoosh oder Hamid geht erst mal nichts zam und so fahren wir mit dem Auto zum Azadi Square, wo das Wahrzeichen Tehrans, das Azadi Monument, steht. Dieser mit seinen vier verwundenen Pfeilern stilvoll geschwungen aussehende, sagen wir mal Bogen, hat so ein bisschen einen Touch von einem Eiffelturmstumpf. Er ist jedoch, entsprechend seiner Bauzeit in den siebziger Jahren, aus Beton und im Untergeschoss befindet sich ein Museum.

Dort gibt es in einem Raum auch eine Installation, wo der Iran als Modell dargestellt wird. Die Städte werden dabei meist durch Glaskugeln symbolisiert, die eine typische Eigenschaft hervorheben oder ein Wahrzeichen dieser Stadt beinhalten. Die leuchtenden Städte in diesem Raum, den man zweimal auf einem Personenlaufband durchquert, machen einen echt tollen Eindruck. Oben im vierten Stock auf 45 Metern hat man hingegen eine wunderbare Aussicht auf den Westen Tehrans, vor allem aber auf die Azadistraße. Für die anderthalb Dollar Eintritt gibt es sogar eine Führung in Englisch, an der außer uns nur ein tschechischer Tourist teilnimmt.

Im Anschluss fahren wir die Azadi entlang und parken in der Nähe des uns inzwischen altbekannten Ferdowsi Squares, wo wir uns in einer Wechselstube nochmal ein paar Bündel Rial in die Hosentaschen zaubern. Robert hatte zwar noch ein bisschen Kohle am Start, aber ich bin mit dem sage und schreibe riesigen Vermögen von 40 US-Cent nicht mehr mit allzu viel Kaufkraft ausgestattet. Da muss ich selbst bei den hiesigen Preisen passen.

Das Pars Internet, wo wir letzte Woche waren, hat heute leider aus Urlaubsgründen geschlossen und so latschen wir zum nun dritten Mal in den Tehran Park, wo wir uns wie üblich auf eine Bank hocken und das Treiben beobachten.

Als wir später versuchen, mit dem Camper einen anderen im Reiseführer angegebenen Internetladen zu finden, ruft Hamid an und lädt uns ein, zu ihm und seiner Familie im Eram Park dazuzustoßen. Es braucht zwar eine ganze Stunde, bis wir dort ankommen, doch der Ausflug lohnt sich. Hamid und sein Bruder kümmern sich bestens um uns, wobei letzterer großen Gefallen daran findet, mit uns über Politik zu reden – mit Hamid als ständigem Dolmetscher.

Der Eram Park liegt im Westen Tehrans und ist quasi ein Vergnügungsgelände, das zwei Luna Parks mit Fahrgeschäften, einen Zoo und auch einen kleinen See beinhaltet. Hamid und seine Familie machen sich schon um kurz nach zehn vom Acker, doch da ja Donnerstagabend ist, kommen um die Zeit eigentlich mehr Leute als gehen. So bleiben wir noch da und wechseln lediglich vom Luna Park zwei in den Einser, wo sogar noch viel mehr los ist und wir den Rest des Abends verbringen.

Um eins ziehen wir los und anstatt ewig und drei Tage nach einem Pennplatz zu suchen, fahren wir wieder direkt an dieselbe Stelle, wo wir schon die letzte Nacht verbracht haben und uns das tehraner Lichtermeer einen warmen Empfang bereitet.

Aktuelles

Sonntag, 6. Mai 2012
Dienstag, 8. Mai, 13:30 Uhr
Riad, (Edge of the World), Raghbah, (Edge of the World), Riad

Saudischer Funk:
+966 569275638

Fotos aus Äthiopien und Somaliland von der letzten Reise sind nun online. Jemen und der Nahe Osten folgen noch.

Berichte von Sana'a und Amman werden später noch nachgeliefert.