Fußboden einer Kirche in Budapest, Ungarn (21.08.2007)
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was zum Teufel soll diese Adresse?!?
5. Mai 20087. Mai 2008

Dienstag, 6. Mai 2008aus: Iran, Irak & Türkei 2008
Routenteil: Insel Kish

Urlaub vom Urlaub und dazu noch mein Geburtstag, also gönnen wir uns auch einen gescheiten Schlaf. Um halb elf klopft mich der komische Nachtkauz zwar aus diesem heraus, um das Frühstück aufs Zimmer zu bringen, doch drei Minuten später bin ich schon wieder in der Traumwelt. Bis halb zwei. Robert führt das Ganze sogar noch fast zwei weitere Stunden fort. Aber Eile haben wir eh nicht und zu tun genauso wenig, denn hier kann man mittags bei über 40 Grad sowieso überhaupt nichts ausrichten, außer irgendwo im Schatten chillen. Zumindest wenn man nicht gerade so dumm ist, wie wir beide gestern.

Um vier latschen wir vor zum Strand, denken jedoch gar nicht erst daran, uns in die Sonne zu legen oder zu baden, sondern setzen uns gleich in den Schatten zu unserem Strandkiosk. Tagsüber ist der zwar so gut wie nicht besucht, aber dafür lassen sich heute am Wasser ein paar mehr Leute als gestern blicken.

Um fünf begeben wir uns in zwei der vielen Shopping Center, um zum einen Sonnenpampe zu kaufen und zum anderen einen Mobilfunkladen zu finden, wo wir fragen wollen, warum unser Funk seit der Ankunft in Kish keine Netzeinwahl mehr hinkriegt. Keine der beiden Aufgaben können wir jedoch vollenden. Der einzige Laden, der Sonnencreme hat, will für eine Minidose geschlagene 10 Euro auf die Kralle, was für uns jedoch überhaupt nicht in Frage kommt. Da hab ich lieber Sonnenbrand. Und außerdem ist der Schaden – vor allem beim Robert, der heute die ganze Zeit nur im Schneckentempo geht, weil die Hose an Waden und Knien scheuert – eh schon angerichtet und wir brauchen das Zeug nicht wirklich. Einen offenen Handyladen scheint es genauso wenig zu geben, die zwei Center scheinen eh nur für Frauen gemacht, denn weit mehr als die Hälfte sind irgendwelche behinderten Klamottenläden. Klamotten zollfrei einkaufen, na toll!

Eine Stunde später mieten wir uns zwei Räder, um einmal um die Insel zu fahren. Dass das total in die Hose gehen würde, müsste eigentlich jedem Kind klar sein, aber uns ist es das scheinbar nicht. Ich hatte die Dimensionen der Insel voll falsch eingeschätzt, ging von etwa 25 Kilometern Umfang aus, doch der Radelrundweg bringt über 50 Kilometer auf die Karte. Und warum Robert, der das zwar vorher gelesen hatte, nicht lauthals protestiert, steht in den Sternen.

Jedenfalls merken wir nach eineinviertel Stunden, dass die ganze Tour ein Megaschlauch ist und wir erst weit nach Sonnenuntergang überhaupt irgendwo ankommen werden. Dazu kommt, dass wir die Insel im Uhrzeigersinn umfahren, sodass wir die ganze Südküste der Insel entlang Gegenwind haben, was nicht unbedingt von großem Vorteil ist. Letztendlich ziehen wir nach zwei Dritteln der Südküste und fast der Hälfte der Umfahrung die Notbremse, biegen ins Inland ab und fahren auf möglichst direktem Weg wieder nach Haus. Das dauert jedoch auch einige Zeit, es geht am Flughafen vorbei und dann die Strecke entlang, die wir vorgestern auch mit dem Taxi schon gefahren sind, sodass wir ziemlich fertig und durstig nach zwei Stunden und ein paar zerquetschten Minuten die Fahrräder hinter unserem Kiosk wieder abgeben und uns ein erfrischendes Bad gönnen können.

Wir essen nochmal im selben Lokal wie gestern, wobei wir auf dem Weg dorthin zufällig wieder Matthias und Sanaz treffen. Sein Tag war heute ziemlich im Arsch, da er ihn im Grunde vollständig mit Durchfall auf dem Hotelzimmer verbracht hat. Kommt mir leicht bekannt vor.

Nach dem Essen gehen wir wieder – wie könnte es anders sein? – unserer Standardbeschäftigung auf der Insel nach: Wir sitzen am Kiosk. Es ist zwar erst der dritte Abend hier, aber während ich da so sitze, kommt es mir vor, als wären es zwei Wochen. Das kommt wohl daher, dass wir letztendlich eh nur diesen einen Flecken von der ganzen Insel kennen, weil wir hier den ganzen Tag verbringen. Mittags haben wir hier gebadet, nachmittags sitzen wir hier, abends baden wir hier, nachts sitzen wir hier und gestern Nacht badeten wir hier. An keinem anderen Platz haben wir auf dieser Reise wohl mehr Zeit verbracht als hier. Hier, an diesem Kiosk, sind wir zu Hause.

Schlecht ist es hier ja auch wirklich nicht. Es gibt fast immer Ansprache, entweder irgendwelche Fremden, die uns einfach anlabern, oder aber wir sitzen eh mit unseren zwei Schweden oder dem deuranischen Paar da. Mit Nasma und Hamid war es heute wieder sehr nett und wir hoffen, sie morgen Abend noch in Tehran besuchen zu können, bevor Nasma übermorgen wieder zurück nach Schweden fliegen wird. Kish verlassen die beiden schon morgen früh, weswegen sie heute Abend die Stellung auch schon um kurz vor zwei räumen.

Im fliegenden Wechsel tauchen fünf Minuten später aber Matthias und Sanaz auf, mit denen wir noch die restliche Stunde verbringen, bevor wir es wieder zum Hotel packen und um kurz nach vier Feierabend machen.

5. Mai 20087. Mai 2008

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Samstag, 20. März 2010
Donnerstag, 22. April, 18:00 Uhr
İzmir, [Türkei / Deutschland], München, Planegg

Berichte von Syrien & Libanon 2010 werden noch peu à peu nachgereicht.

Fotos der letzten Reisen werden irgendwann (vielleicht) noch folgen.