Straße zwischen El Kantara und Aghir auf Djerba, Tunesien (29.03.2007)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?

Dienstag, 29. April 2008aus: Iran, Irak & Türkei 2008
Routenteil: Tehran

Die Nacht ist für mich recht ätzend, weil es dauernd aufs Klo geht. Morgens gibt es nach drei Tagen aber endlich mal wieder eine Dusche und ich habe das trügerische Gefühl, dass es mir besser geht.

Wir fahren zu dritt mit dem Taxi in einen Buchladen, wo wir uns ein Langenscheidt Deutsch-Persisch kaufen, weil der Kauderwelsch – das ist der Sprachführer vom Reise-Know-How-Verlag – vokabelmäßig ungefähr so tauglich ist wie eine Matheformelsammlung. Außerdem kaufen wir noch eine Tehrankarte, um uns nicht mehr mit dem schlechten Zeug in den Reiseführern rumschlagen zu müssen. Es sieht hier übrigens aus wie in jeder deutschen Buchhandlung und riecht auch genauso. Man könnte echt meinen, man sei im Hugendubel.

Als wir danach den Shahpalast besuchen, ist mein Kreislauf jedoch ziemlich am Ende. Tja, und der Camper mit seinen Kohletabletten ist nicht da. Auf einem Stuhl sitzend warte ich, bis die anderen zwei alles besichtigt haben, gehe auch noch in die nächsten zwei Museen auf demselben Areal mit, ohne groß zu verweilen und eher draußen zu warten, bis wir dann wegen mir wieder heimfahren.

Zu Hause gibt es für mich von Tante Shole, Manooshs Mutter, Reis mit Yoghurt und außerdem genau wie gestern jede Menge sonstiger guten Dinge wie Serumlösung sowie Tee. Um kurz vor drei lege ich mich bis sage und schreibe acht Uhr schlafen. Danach hocke ich ein paar Stunden unten mit Shole und Reza – dem Vater, der übrigens mehrfach fragt, ob ich nicht wirklich ein bisschen Vodka will und selbst mehrere Gläser davon trinkt – esse zu Abend, versuche mich in irgendwelchen persischen Wörtern und zeige ein paar Bilder aus Syrien, bis Robert und Manoosh wieder zurück sind. Die waren nämlich drei Stunden in Manooshs Englischkurs, wo ich liebend gerne hingegangen wäre, und danach noch mit Teilen des Kurses und anderen Leuten in einem Restaurant zum Abendessen.

Der Abend klingt damit aus, dass es mir endlich nicht nur vermeintlich, sondern auch wirklich besser geht und wir uns noch einen netten Schundfilm auf DVD reinziehen. The pacifier, alias »Der Babynator« auf Deutsch. Ganz nett, um ein bisserl zu lachen, übermorgen ist er aber wieder vergessen.

Wieder im eigenen Stockwerk gehe ich, wenn auch wegen des vielen Schlafes heute Nachmittag nicht besonders müde, um zwei zu Bett in der Hoffnung, dass morgen wieder alles einigermaßen normal ist. An die Bagger draußen habe ich mich jedenfalls bestens gewöhnt.

Aktuelles

Montag, 27. September 2010
Tunis, [Tunesien / Italien], Fiumicino, Oriolo Romano

Fotos aus Äthiopien und Somaliland von der letzten Reise sind nun online. Jemen und der Nahe Osten folgen noch.

Berichte von Sana'a und Amman werden später noch nachgeliefert.