Chris, Mikey, Corinna, Simon und Daniel am Simeonskloster, Syrien (05.09.2007)
n48e11.de
was zum Teufel soll diese Adresse?!?
25. August 200727. August 2007

Sonntag, 26. August 2007aus: Rumänien und Syrien 2007
Routenteil: Gura Humorului, Moldoviţa, Marginea, Cacica, Voronet, Gura Humorului

Best Western in Gura Humorului
Best Western in Gura Humorului

Um zehn vor zehn eilen wir runter zum nicht vorhandenen Frühstück. In zehn Minuten werde ich mir schon zwei Kuchenstücke reinstopfen können, denke ich mir. Doch nada, es sieht nichtmal im Entferntesten so aus, als hätte es hier überhaupt jemals Frühstück gegeben. Als brave Deutsche müssten wir uns in dem Vier-Sterne-Schuppen bös beschweren, doch das lassen wir mal lieber. Der Minimarkt gegenüber muss daher mit Joghurt und Keksen als Ersatz herhalten.

Das Wetter lässt sich an, wie es sich gestern Abend schon angekündigt hat: Regen, Regen, Regen.

Im Kloster Suceviţa
Im Kloster Suceviţa
Im Kloster Moldoviţa
Im Kloster Moldoviţa

Kurz vor Mittag geht es dann gemütlich gen Osten los, um zu sehen, wo wir schauen wollen, ob das Salzbergwerk in Cacica offen hat. Weit kommen wir nicht, denn ein Polizist verwehrt uns die Weiterfahrt aufgrund des Einsturzes einer Brücke.

Die Brücken scheinen hier in der Region eh so eine Sache für sich zu sein. Anstatt einmal eine gescheite Brücke zu bauen, stellen sie lieber dreimal eine Kartenbrücke hin, die bei den nächsten starken Regenfällen wieder zusammenbricht. Entsprechend gibt es genug einspurige Behelfsbrücken zu befahren.

Wir ändern unseren Plan und schauen uns erst das Kloster Moldoviţa im Westen an und erreichen dann über den Ciumarna-Pass das Kloster Suceviţa. Die Klöster sind mit ihren Malereien auf den Außenmauern, den tiefen Traufen und den schönen Innenräumen sehr interessant, ähneln sich aber letztendlich in gleicher Weise wie gestern die Holzkirchen. Das Kloster Voroneţ mit dem weltweit eigenen Farbton, das dem Voroneţ-Blau seinem Namen gab, wir später noch auf dem Rückweg folgen.

Um dorthin zu kommen, wollen wir nun versuchen, die eigentlich gesperrte Straße von der anderen Seite aus zu befahren. Bei Cacica kommen kommen wir an eine eingestürzte Behelfsbrücke, doch alle Welt scheint hier am Arbeiten. Vor etwa zwei Dutzend Schaulustigen sind an diesem Sonntag (freiwillige?) Arbeiter dabei, die Brücke wieder befahrbar zu machen. Lastwagenweise wird Erde und Schutt herangeschafft, ein Typ wechselt dauernd zwischen zwei Schaufelbaggern hin und her und ein paar andere dirigieren oder schaufeln per Hand. Mit Erstaunen beobachten wir, wie die lokale Bevölkerung mit Improvisationskunst und Arbeitswillen die Brücke innerhalb weniger Stunden wieder in Stand bringt.

Der Brückenbau zu Cacica
Der Brückenbau zu Cacica

Um die Wartezeit etwas zu verkürzen kehren wir zum Mici Essen in einem nahe gelegenen Lokal ein. Dort bin ich (nebst der Type am Nachbartisch) von der saugeilen Musik namens Manele fasziniert. Diese Mischung aus türkisch-arabischem Stil mit rumänischem Text scheint hier aber nur der Pöbel zu hören.

Nerden für den heutigen Bericht ;-)
Nerden für den heutigen Bericht ;-)

Bei unserer Rückkehr zur Brücke wird diese gerade freigegeben und es geht mit Zwischenabstecher in Voroneţ zurück nach Gura Humorului. Der Polizist am Ende der Straße mit der Brücke steht übrigens immer noch da.

Zurück in unserem Zimmer machen wir uns daran, die zweite Nacht zu verbringen. Vorher falle ich jedoch nochmal über den öffentlichen Rechner in der Lounge her und installiere im Handumdrehen ne gute Portion Treiber und Programme auf der Windows 98 Kiste. Irgendwie muss das Ding ja auf Vordermann gebracht und benutzt werden können.

25. August 200727. August 2007

Aktuelles ...

Aktuelles

Freitag, 27. August 2010
Freitag, 3. September, 13:45 Uhr

Funkrufzeichen in Äthiopien:
+251 921457521
+39 328 8982773

Funkrufzeichen in Somaliland:
+252 2 4234075

Funkrufzeichen in Jemen:
+967 736367955

Berichte von Syrien & Libanon 2010 werden (vielleicht) noch peu à peu nachgereicht.

Fotos der letzten Reisen werden irgendwann (sehr vielleicht) noch folgen.