
Dienstag, 21. August 2007aus: Rumänien und Syrien 2007
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Weitere anderthalb Stunden hocken wir noch am Denkmal rum und dann geht es essen. Mein erstes Essen auf der Reise hätte ich mir nicht besser vorstellen können: die zwei führen mich zu »Vapiano«, einem pseudo-italienischen Pseudo-Restaurant mit Pseudo-Italienern, aber ziemlich guter Holzofenpizza. Damit sind dann auch meine letzten Forint fast aufgebraucht, es geht nochmal ein bisschen zu Fuß durch das wunderschöne Budapest bei Nacht – ist echt tausendmal schöner als bei Tag! – und um halb zehn wird ciao ciao gesagt und ich packe es zurück zum Keleti.
Der aus Wien kommende Zug weist 20 Minuten Verspätung auf. In meinem Abteil finde ich zwei Marburger, eine in Düsseldorf lebende rumänische Oma und zwei reale Rumänen vor. Allesamt am Schlafen oder im Versuch begriffen, dies zu tun. Ich stehe noch 20 Minuten am Fenster im Gang rum und erfreue mich dann um Mitternacht meines Bettes.
Um kurz vor neun wache ich ausgeschlafen irgendwo in Rumänien auf. Nein, eigentlich ist es kurz vor zehn, denn die Uhren ticken hier ne Stunde vor. Das mit dem ausgeschlafen ist auch eher relativ, obwohl ich die beiden nächtlichen Passkontrollen eher im Schlaf abgehandelt habe, indem ich meinen Pass, ohne die Augen aufzumachen oder mich umzudrehen, einfach jedem gereicht habe, der mich wachgerüttelt hat – wer weiß wer das alles war. Hinzu kam noch, dass sich meine Abteilgenossen in punkto Sicherheit benommen haben, als wenn sie absolute Schlafwagen-Neulinge wären, weshalb ich die halbe Nacht über mit absperren und sogar aufsperren – nichtmal wie es aufgeht ham sie gecheckt! – beschäftigt war. Gebrannte Kinder wissen nunmal, wie es ist, wenn im Abteil geklaut wird. Ausgeschlafen fühle ich mich trotzdem, und das ist ja die Hauptsache.
Mit etwa zehn Minuten Verspätung trudelt unser innen bestens gepflegter ÖBB-Wagen in Braşov ein. Weder in der Bahnhofshalle noch auf dem Vorplatz schaut’s jedoch nach Server aus. Nachdem ich vor zwei Stunden noch eine SMS von ihm empfangen hatte, weiß ich wenigstens, dass er unterwegs ist, doch nun streikt mein Handy bzw. Sunsim scheint es nicht nötig zu haben, hier einen gescheiten Roaming-Partner zu haben, denn die meiste Zeit hieß es auf der Zugfahrt genau wie jetzt »Accès au réseau interdit«. Nach 20 Minuten wollte ich mir gerade ein fremdes Handy leihen, als der Server doch noch am Horizont aufkreuzt. Er hatte eine SMS geschrieben, doch auf meinem dummen Teil kommt ja nix an. Egal, unsere Tour kann beginnen.
Nach kurzer Fahrt in die Innenstadt geht es zu Fuß durch Braşov. Marktplatz, Schwarze Kirche, Schwarzer und Weißer Turm, der Reise-Know-How führt uns zu den wichtigsten Stellen. Touris sind nicht gerade wenige am Start, zwar auch hier Deutsche und Italiener in nicht gerade geringer Anzahl, aber natürlich kein Vergleich zu Budapest.
Nach einem Halt und einem Essen im Ski- und Erholungsgebiet Poiana Braşov geht es nach Bran, wo »die« Drakula-Burg steht. Dass die Hütte im Grunde rein gar nichts mit Drakula am Hut hat und trotzdem quasi willkürlicherweise im In- und Ausland als solche bekannt ist, scheint den zahlenden Touristen und dem einnehmenden Staat indes wurscht zu sein. Aber mit sechs Lei für Studenten ist der Eintritt jedoch sogar günstiger als an den meisten Stellen in Tunesien.
Am frühen Abend lassen wir uns dann schon auf der Wiese unserer Pension Andre in Bran nieder und tun garnix. Feierabend für heute.
| 16. August 2007 | 23. August 2007 | ||
Funkrufzeichen in Äthiopien:
+251 921457521
+39 328 8982773
Funkrufzeichen in Somaliland:
+252 2 4234075
Funkrufzeichen in Jemen:
+967 736367955
Berichte von Syrien & Libanon 2010 werden (vielleicht) noch peu à peu nachgereicht.
Fotos der letzten Reisen werden irgendwann (sehr vielleicht) noch folgen.